Mein Großvater war am Grasberg ein vielbesuchter Wender.              

Als Kind durfte ich öfter am frühen Morgen

(5.00 Uhr) Freitag nach dem Vollmond dabei sein. Es war eine Lehre meines Großvaters die mir erst jetzt wo auch ich Großvater werde bewusst wird.

Schon als Kind wollte ich immer wenden.          

Doch mein Großvater hat immer gesagt:

Deine Zeit wird kommen!   

Jetzt weiß ich:

Meine Zeit ist gekommen!

Nun ruhe in Frieden!

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Der Wender

 

Das Wenden ist eine alte Anwendung, die von Mensch und Tier Krankheit abwenden und zum Guten hinwenden kann - ein sogenannter Analogiezauber.

Wer so etwas kann, wird im Volksmund Wender genannt und sie gehören im ländlichen Gebiet noch immer zum täglichen Leben.

In dieser Volksmedizin mit ihren mythisch-magischen und irrationalen Elementen gibt es erkennbare Ähnlichkeiten mit den philippinischen Geistheilern.

Die aus volksmedizinischer Sicht große Bedeutung von manchen Wendern wie z.B Franz Ellmauer, liegt in ihren Fähigkeiten, Mensch und Vieh zu helfen. Segens- und Heilbräuche sowie das Wissen der Volksmedizin sind nach wie vor gegenwärtig und werden von Wendern innerhalb der Familie an die Jüngeren weitervermittelt - zunehmend aber auch an interessierte Fremde.

Das Wenden ist nichts anderes als ein Umdrehen - WENDEN - des Krankheitsverlaufes und ein Aktivieren der Selbstheilungskräfte mit Ritualen und Gebeten. Was notwendig ist, ist Glaube seinerseits aber auch auf Seite der Hilfesuchenden. Für den Wender ist Heilung oft die Gnade Gottes und wird auf die Wirkung des Heiligen Geistes zurückgeführt.

Möglichkeiten der Anwendung:

  • Besserung des Allgemeinbefindens
  • Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule
  • Neuralgien
  • Gelenkrheumatismus
  • Kopfschmerz, verursacht durch Muskelverspannung
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes sowie der Nieren und Harnwege
  • Menstruationsbeschwerden
  • Erkrankungen der Atemwege
  • Prellungen und Blutergüsse
  • Erschöpfungszustände, depressive Verstimmung
  • Leistungsschwäche in der Schule, Prüfungsängste
  • Postoperative Betreuung
  • Allergien, Heuschnupfen
  • Warzen und Hühneraugen
  • Seelischer Kummer
  • usw.